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Drei Tage wach in Brüssel

Mittwoch 14.01.2009: Ich begebe mich am Nachmittag zu Hauptbahnhof (Eschweiler) und mache mich auf den Weg nach Brüssel. Naja zunächst nach Aachen um da Linda, Steffi und Derya zu treffen. Der Rest meiner Uni Gruppe erwartet uns im ICE. Der Zug hat natürlich verspätung, klar, aber als der dann endlich da war und wir einstiegen, sollte etwas beginnen, mit dem wir alle nicht rechneten.

Ich verstaute also mein Gepäck und dachte noch, och schauste mal was die anderen so machen. Zack, schau ich zuerstmal auf die Fotos von Giulia Siegel. Die Silikoncamp Heulsuse hat sich ja noch schnell vorm Duschungel für den Playboy ausgezogen… gut das ist ein weites Feld…auf den Schock das erste Bier! Und es sollte nicht das letzte bleiben.

Wie im Flug verging die Zeit, ssssssssssssst ankunft in Brüssel midi. U-Bahn Ticket für drei Tage gekauft und ab zum Hotel. Hotel Astrid gegenüber vom „Kosmetik“- Studio Venusia. Ach super! Nach ner entspannten Stadtführung (ich wollte jedes zweite Haus haben) waren wir in Brüssels Literaten Kaffee Nummer 1 wo ich mir erstmal einen surrealistischen Caffee russe gönnte. Weil man ja aber von son nem kleinen Caffee Russe nicht satt wird, haben wir dann beschlossen zum Thai zu gehen. Brüsseller Spezialitäten wären auch abgwegig gewesen. enn das Bier schon Le Mort Subite (der schnelle Tod) heißt…

Der Thais gab uns dann Nahrung, nett von denen.  Was nun? Die Nacht war einfach noch zu jung um ins Hotel zu gehen. Wir mussten aber nicht lange nach der passenden Beschäftigung suchen. Die Lösung sollte der Irish Pub sein. Naja n pub halt, n paar Bierchen, entspannt den Abend ausklingen lassen. Super. NEIN! Weit gefehlt. Wir kamen an , der laden war voll und verwandelte sich innerhalb von Sekunden in einen unglaublich tollen Club. Wir tranken, wir tanzten und dann war es morgen. Schlafen hat sich auch echt kaum gelohnt… kann man dann auch vernachlässigen.

Donnerstag 15.01. zweiter Tag, nächster morgen. Frühstück um sieben. Super! Nach 5 super schnellen Tassen Kaffee gings zur europäischen Kommission und anschließend ins EU Parlament. Unglaublich spannend, aber das ist ein anderer Post.

Mittags: Vortrag eines Lobbyisten und ein Besuch in der NRW Landesvertretung. Angenehm. Die Landesvertretung ist im übrigen recht schlicht. Wenn man das mal mit der bayrischen landesvertretung vergleicht. Ich sach nur little Neuschwanstein.. Du ahnst et ja nicht.

Nach unzähligen Portionen Pommes und den ein oder anderen alkoholhaltigen Kaltgetränk hab ich mich dann auch mal kurz aufs Ohr gelegt. Ich dachte : juhuuuu schlafen! Jetzt!? Jetzt vielleicht???? Gut dann nicht.

Also wieder losziehen, was essen, was trinken, daneben sitzen wenn dem Dozenten die Kamera geklaut wird, essen, trinken und dann viel zu betrunken, viel zu müde und leicht heiser zurück ins Hotel. Schlafen soll toll sein hab ich gelesen. Hat dann auch nur zwei Stunden gedauert bis ich endlich eingeschlafen bin…

Nächter Tag, letzter Tag, Besuch bei Evonik Industries. Die haben in Brüssel ein Büro um sich aktiv an der Gesetztesentwicklung zu beteiligen. Das war eher enttäuschend. Also mal ganz davon abgesehen, dass der Stoff aus dem Evonik fast alles herstellt (Reifen, Diätmittel, Pestizide) weiß und sehr feinkrönig ist, wie Backpulver oder so, machen die Angestellten da aber auch keinen so tollen Eindruck. Vielleicht hat auch das was mit dem weißen pulver zu tun. Aber auch dass ist ein weitesFeld. Nur eins. Evonik Mitarbeiter: Wir legen großen Wert auf die Umweltverträglichkeit unserer Produkte. Ich fragte: Und arbeiten sie auch mit den Büros der verschiedenen Umweltorganisationen zusammen. Lassen sie sich beraten? Mitarbeiter: Nein da kooperieren wir nicht. Naja…kleiner Tipp: mal die Firmengeschichte lesen…

Den Rest des Tages haben wir dann die örtlichen Kaffees getestet. Hmmm

Brüssel ist eine unglaublich schöne Stadt, von der ich unbedingt mehr sehen will. Wirklich wirklich schön!Die Stadt hat sehr viel Charme und ist eine Mischung aus Amsterdam und London mit einer kleinen prise weiß ich noch nicht. Außerdem hab ich wahnsinnig viel gelernt.

NOCHMAL!

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Die Lösung auf dem Silbertablett

Tach auch! Heute ist im Grunde allet prima weil:

1. Gabs tolles essen ( ich kochte)

2. Gabs Alkohol, hält warm-super

3. Überschlagen sich heute meine Gednaken in einer Geschwindigkeit, bei der mir fast schon schlecht wird!

PUH! Gut, ich hab mich bei dem Schnee sowas von auf die Nase gelegt.Aber meine neue Lieblingshose ist ganz geblieben also kommt das auf die + Seite….

Kennt ihr diese Momente, in denen man über ein Problem, eine Person, eine Situation, was auch immer nachdenkt und einfach nicht begreifen könnt, was abgeht? Okay also mir geht es oft so! Ich zerbrech mir mein hübsches Köpfchen und denke und denke und denke..keine Lösung in Sicht! Doch dann ganz plötzlich ohne damit zu rechnen, scheint alles ganz klar und gelöst – die Antwort auf das Kopfzerbrechen auf dem Silbertablett des Universums serviert! TOP! Das geschah heute… bleibt nur noch die Frage, wie man mit der neu gewonnen Erleuchtung umgeht… aber ich bin sicher, die Lösung dafür gibts bestimmt auch bald.. ein Song, ein Buch, ein Kommentar, manchmal die unbewusste Selbstoffenbarung des ein oder anderen die zur Lösung beiträgt… hmmm es wird sich zeigen!

Ein neuer Anfang

„Das neue Jahr sieht mich freundlich an und ich lasse das Alte mit seinem Sonnenschein und Wolken ruhig hinter mir.“ J.W.Goethe

Dieses Zitat passt so unglaublich perfekt zu dem Gefühl, mit dem ich dieses neue Jahr beginne. Gute Vorsätze wie weniger rauchen, mehr Sport und bla bla hab ich nicht. Aber ich habe viele Wünsche für dieses neue Jahr. Ich will die Wüste wieder sehen und das Meer, ich will mich glücklich fühlen und die Tage genießen, tun was gut für mich und für die, die in meinem Herzen sind ist. Ich will lernen, jeden Tag etwas neues, viel entdecken und lesen, viele viele Leute kennenlernen. Meine Klausuren gut bestehen und wahnsinnig viel Spaß haben mit allen die mich mögen, mit allen die mich lieben! Ich will fühlen, ich will mich in jede neue Situation stürzen und immer eine Optimistin sein, mit viel Liebe und Leidenschaft für die kleinen und großen Dinge, will Güte lernen und da sein wenn man mich braucht und versuchen geduldig zu sein!Und natürlich ein Schöngeist bleiben und gaaaaaaaaaaaaaaaaaaaanz viel tolle neue Musik hören und tolle Filme sehen und und und…

keep  on rockin‘

Jetzt mal EHRLICH!

Gestern Morgen dachte ich kurz, dass der Tag absolut doof werden wird. Aber plötzlich die Erleuchtung: Ich hab doch in der Hand wie der Tag werden soll. Also hab ich beschlossen, dass ich-bin-absolut-ehrlich-zu-mir-selber Tag wird. Nicht immer angenehm weil ich mich mit meinen Fehlern und Schwächen auseinander setzten muss. Manche Dinge an mir nerven mich echt manchmal. Diese zum Beispiel:

  • Dass ich mich ständig zu moppich fühle. Nervt tierisch. Ist aber normal hab ich gelesen.
  • Oder dass ich mir ständig viel zu viele Gedanken mache, alles mögliche in meinem wirren Köpfchen 100 Mal durchkaue. Nervt manchmal.
  • Dass ich dumme Menschen nur schwer ertragen kann. Ich meine, etwas nicht zu wissen, ist vollkomen in Ordnung. Mit ein wenig Glück ist man neugierig und bereit zu lernen und sich auf neue Erfahrungen einzulassen. Mit dummen Menschen meine ich die, die einfach soziale Idioten sind. Rücksichtslose Vollpfosten, Menschen die einfach nicht von hier bis da denken können und denen man alles 1000 Mal erklären kann und sie es trotzdem nicht kapieren. (Das kann an einem Selbst liegen aber das ist meistens nicht der Fall). Diese meiner Eigenschaften nervt mein Umfeld. Aber das ist okay. Einer muss den Job ja machen.
  • Dass ich mir immer alles so zu Herzen nehme. So viele Dinge gehen mir soooo nah. Schlimmbimm manchmal.
  • Ich bin ein Chaot! Wo ist nochmal?? Hast Du mein…? PAAAANIK . Nervt mein Umfeld machnmal wahnsinnig!
  • Machnmal vergesse ich mich zu melden… SORRY AN DIESER STELLE!

Es gab bei dieser kleinen Selbstreflektion auch ein paar sehr positive Erkenntnisse.

Zum Beispiel diese:

  • Für jeden meiner Freunde würde ich mitten in der Nacht durchs ganze Land fahren um zu helfen.
  • Ich bin eine gute Beobachterin. Ich kann mir Kleinigkeiten gut merken und sie fallen mir schnell auf.
  • Im Grunde bin ich nett. Klar ich motz manchmal rum. Okay, ich verfluche auch oft den ein oder anderen und denk : Kannst Du nicht mit etwas giftigem oder hoch explosivem spielen? Wie Schlangengift und TNT? Aber am Ende bin ich wieder auf Schmusekurs.
  • Ich bin nicht nachtragend!
  • Wenn ich an etwas mein Herz verliere, dann richtig!
  • Ich bin viel entspannter geworden, ohne meine Leidenschaft zu verlieren. Super!
  • Ich bin ein Schöngeist. Das Problem ist, dass ich dafür ab und zu auch mal die Arbeit liegen lasse… Okay öfter!

Es gibt bestimmt noch jede Menge auf der ein oder anderen Seite. Ich denke es ist gut ab und zu Inne zu halten und- wie eine sehr weise Frau zu sagen pflegt- auf sich zu schauen. Was hat sich verändert? Was ist gleich geblieben? Was soll sich ändern? Und dann die Konsequenzen zu ziehen.

Und sie erzählte ihr wurde die Erlaubnis ausgesprochen, sich anderen zuzumuten. Das erlaube ich mir. Man muss mutig sein und auch mal zugeben können, dass man ein Feigling ist.

Ich bin eine Zumutung. Ich schreibe meinen Freunden die Fähigkeit zu, mich ertragen zu können, mich aushalten zu können, mich zu mögen und manchen mute ich zu, mich zu lieben.Ich mute ihnen auch zu, die  Dinge die von mir kommen, anzunehmen. Die halten das schon aus. Die sind nämlich toll. 😉